Freie Waldorfschule Aachen

Das Pädagogische Wochenende 2018 findet vom Abend des 28. bis zum 30. September statt.

Programm 2018
Anmeldung 2018

 
Waldorfpädagogik lässt sich nicht oder nur sehr bedingt theoretisch vermitteln. Deshalb führt die Aachener Waldorfschule alljährlich ein seminaristisches Wochenende durch, dessen Ziel es ist, die Grundlagen der pädagogischen Arbeit nicht nur gedanklich zu erfassen, sondern auch auf einem Erfahrungsweg zu erleben. Es wurde zum einen eingerichtet, damit Eltern, die ihr Kind bei uns anmelden möchten, eine fundierte Urteilsgrundlage für ihre Entscheidung haben, zum anderen, damit bestehende Eltern ihr Wissen über die pädagogischen Hintergründe vertiefen können. Wichtig ist auch der Gedanke, dass sich potentielle neue Eltern und mit der Schule bereits vertraute Menschen begegnen und untereinander austauschen. Um dafür einen anregenden Rahmen zu schaffen, gibt es zu jedem Pädagogischen Wochenende eine von Eltern mit großem Engagement bereitgestellte Bewirtung.

Den Auftakt bildet ein Eröffnungsabend mit einem Impulsvortrag zu einem jährlich wechselnden  Rahmenthema, das als „Einstiegsfenster“ zum Verständnis von Waldorfpädagogik aufzufassen ist. So standen  Pädagogische Wochenenden beispielsweise unter dem Motto:  „Gesundes Lernen“; „Entschleunigen“; „Wurzeln und Flügel - Haltgeben und Freilassen“„ Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht – lernen von innen heraus ; „Hausaufgaben für die Schule -was brauchen Kinder und Jugendliche?“;  „Vom Ernst des Spiels – Entwicklung und Reifung im Laufe der Schulzeit“ , „Lernen in Bewegung – sinnvolle Tätigkeit und lebendiges Denken“ oder „Quellen – Schritte – Ziele - Lernen an der Waldorfschule als Entwicklungsweg der Persönlichkeit“. Ein solches Rahmenthema bildet jeweils einen verbindenden Hintergrund für die künstlerischen Kurse und Gesprächsgruppen. Zum Eröffnungsabend gehört auch eine Schulführung mit Verweilen an „Stationen“, an denen Pädagogen den durch die Schule geführten kleinen Gruppen am Ort ihrer Arbeit (Klassen- oder Fachraum) anschaulich aus dieser Arbeit berichten.

So versucht der Aufbau des Pädagogischen Wochenendes, die Pädagogik ins Erleben zu bringen. Dabei spielen neben der Ausstellung von Schülerarbeiten, Epochenheften u.v.m. die künstlerischen Kurse (wie z.B. Eurythmie, Musik, Holzwerken, Plastisches Gestalten, Schmieden, Malen u.v.m.) eine zentrale Rolle. Die Teilnahme an einem künstlerischen Kurs und einer Gesprächsgruppe über jeweils drei Einheiten führt erfahrungsgemäß zu einer Verdichtung der Erfahrungen, wie es die Teilnehmer bei der Abschlussveranstaltung am Sonntagmittag immer wieder zum Ausdruck bringen.

Der Lehrer sei ein Mensch der Initiative
im großen und im kleinen Ganzen.
Der Lehrer soll ein Mensch sein, der Interesse
hat für alles weltliche und menschliche Sein.
Der Lehrer soll ein Mensch sein, der in seinem
Inneren nie einen Kompromiss schließt mit dem
Unwahren.
Der Lehrer darf nicht verdorren und nicht
versauern.

Rudolf Steiner