Schulprofil

Schulprofil der Freien Waldorfschule Aachen

Inhalt

 

1.       Pädagogische Konzepte.. 3

1.1.         Pädagogisches Ziel. 3

1.2.         Gesamtgestalt. 3

1.3.         Unterrichtsprofil. 3

1.3.1.      Lehrplan. 3

1.3.2.      Rhythmische Gestaltung. 3

1.3.3.      Epochenunterricht 4

1.3.4.      Lehrbücher. 4

1.3.5.      Fremdsprachen. 4

1.3.6.      Eurythmie. 5

1.3.7.      Sport 5

1.3.8.      Naturwissenschaften. 5

1.3.9.      Handwerklich-künstlerische Fächer. 5

1.3.10.         Musik. 6

1.3.11.         Schauspiel/Theater. 6

1.3.12.         Gartenbau. 6

1.3.13.         Religion. 6

1.3.14.         Praktika. 7

1.3.14.1.       Landwirtschaftspraktikum.. 7

1.3.14.2.       Feldmesspraktikum.. 7

1.3.14.3.       Sozialpraktikum.. 7

1.3.14.4.       Kunstgeschichtsfahrt 7

1.3.15.         Stufenkonzepte. 7

1.3.15.1.       Klassenlehrerzeit 7

1.3.15.2.       Oberstufenkonzept 8

1.3.15.3.       Orientierung und Differenzierung in der 12. Klasse. 8

1.3.16.         Öffentliche Schulfeiern. 8

1.3.17.         Abschlussarbeiten. 9

1.3.18.         Klassenfahrten. 9

1.4.         Förderangebote. 9

1.4.1.      Heileurythmie. 9

1.4.2.      Musiktherapie. 9

1.5.         Abschlüsse und Bewertungssysteme. 10

1.5.1.      Zeugnisse. 10

1.5.2.      Bewertungen. 10

1.5.3.      Abschlüsse. 10

1.6.         Besondere pädagogische Angebote. 10

1.6.1.      Mentoring und Beratung für Schüler. 10

1.6.2.      Elternabende. 11

1.6.3.      Schulfeiern. 11

1.6.4.      Projektwoche. 11

1.6.5.      Pädagogisches Wochenende. 11

1.7.         Betreuungsangebot. 11

1.7.1.      Vor Schulbeginn. 11

1.7.2.      Warteklasse. 11

1.7.3.      Nachmittagsbetreuung. 11

1.8.         Aufnahmen.. 11

2.       Organisationsentwicklung.. 13

2.1.         Organigramm.. 13

2.1.1.      Selbstverwaltung. 13

2.1.1.1.         Schulleitung. 13

2.1.1.1.1.      Vorstand. 13

2.1.1.1.2.      Schulleitungskonferenz. 14

2.1.1.1.3.      Schulleitungsrat 14

2.1.1.1.4.      Geschäftsführung. 14

2.1.1.2.         Konferenzen. 14

2.1.1.2.1.      Pädagogische Konferenz. 14

2.1.1.2.2.      Allgemeine Konferenz. 14

2.1.1.2.3.      Fachkonferenzen. 15

2.1.1.3.         Sekretariat 15

2.1.1.4.         Hausmeisterei 15

2.1.1.5.         Finanzierung. 15

2.2.         Organisationsentwicklung/Strategisches Management. 15

2.2.1.      Entscheidungsprozesse. 15

2.2.2.      Eignerprinzip. 15

2.3.         Öffentlichkeitsarbeit. 16

2.3.1.      Interne Kommunikation. 16

2.3.1.1.         Kollegium.. 16

2.3.1.2.         Vorstand. 16

2.3.1.3.         Eltern. 16

2.3.1.4.         Ranzenpost 16

2.3.2.      Öffentlichkeitsarbeit 16

2.3.2.1.         Veranstaltungen. 16

2.3.2.1.1.      Basar 16

2.3.2.1.2.      Öffentliche Schulfeier 17

2.3.2.1.3.      Pädagogisches Wochenende. 17

2.3.2.1.4.      Klassenspiele der 8. und 12. Klasse. 17

2.3.2.1.5.      Abschlussarbeiten. 17

2.3.2.1.6.      Schülerzeitung. 17

2.3.2.2.         Weitere Maßnahmen. 17

2.3.2.2.1.      Corporate Design. 17

2.3.2.2.2.      Internetauftritt 17

2.3.2.2.3.      Pressematerialien. 17

2.3.2.2.4.      Pressekontakt 18

2.3.2.2.5.      Partnerschaften mit anderen Schulen und Einrichtungen. 18

2.3.2.2.6.      Fundraising. 18

2.4.         Anschluss an Dachorganisationen.. 18

3.       Mitwirkung von Eltern und Schülern.. 18

3.1.         Schülervertretung.. 18

3.2.         Gremienarbeit. 18

3.2.1.      Vorstand. 18

3.2.2.      Elternrat 19

3.2.3.      Baukreis. 19

3.2.4.      Basarkreis. 19

3.2.5.      Finanzkreis. 19

3.2.6.      PR-Kreis. 19

4.       Konfliktmanagement.. 19

4.1.         Gremien mit Entscheidungsbefugnis. 20

4.1.1.      Schulleitungsrat 20

4.1.2.      Vorstand. 20

4.2.         Gremien mit dem Auftrag der Konfliktlösung.. 20

4.2.1.      Vertrauenskreis. 20

4.3.         Weitere Maßnahmen.. 20

4.3.1.      Elterngespräche. 20

4.3.2.      Elternabende. 20

 

Die Freie Waldorfschule Aachen versteht sich als Schule besonderer pädagogischer Prägung, in der Schüler aller Begabungen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, Nationalität, Religion, ethnischer Herkunft oder ihres Geschlechts von der ersten bis zur 12. Klasse unterrichtet werden. Die 12. Klasse schließt mit dem Waldorfschulabschluss ab; eine 13. Klasse bereitet gezielt auf das Abitur vor.

1.    Pädagogische Konzepte

1.1.                     Pädagogisches Ziel

Ziel des 12-jährigen Schulkonzeptes ist es, dem Kind neben dem Wissenserwerb altersspezifische Entwicklungs- und Reifezeiten einzuräumen, die eine Persönlichkeitsbildung zulassen, die sie auf die Zukunft vorbereitet. Die 13. Klasse ist eine Abiturvorbereitungsklasse.

Die Waldorfpädagogik orientiert sich an den Entwicklungsphasen des Kindes und des Jugendlichen. Im Mittelpunkt des Lehrplans steht die Gesamtentwicklung. Dabei bleiben die Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse in einer festen Klassengemeinschaft. Kein Schüler muss eine Klasse wiederholen.→siehe auch 1.6.2.

1.2.                     Gesamtgestalt

Bis zum Schuljahr 2010/2011 wurde die Freie Waldorfschule Aachen einzügig geführt. In einigen Jahrgängen wurde aufgrund großer Nachfrage eine zweite 5. Klasse aufgenommen. Nach dem Epochenunterricht (die ersten beiden Schulstunden) werden bisher (momentan also Kl. 4-12), die im Durchschnitt 38 Schüler starken Klassen für die Fachunterrichte geteilt, teilweise sogar gedrittelt. Seit dem Schuljahr 2011/2012 erprobt die Schule die Zweizügigkeit. Die Klassen haben so eine Größe von maximal 25 Schülern.

1.3.                    Unterrichtsprofil

Neben den üblichen Fächern wie Mathematik, Deutsch, Geschichte, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Religion und Sport bilden handwerklich-künstlerische Fächer ein Herzstück der Waldorfpädagogik, die das Erlernen der kognitiven Fähigkeiten der Schüler unterstützen.

1.3.1.       Lehrplan

Angeregt durch die grundlegenden Vorträge Rudolf Steiners zur Begründung und zum Ausbau der Waldorfschule („Allgemeine Menschenkunde“) sowie durch die vielfältigen Hinweise in den wöchentlichen Konferenzen mit ihm, entwickelten sich im Laufe der Jahre die Richtlinien für den Unterricht. Auf der Grundlage der „Allgemeinen Menschenkunde“ hat der einzelne Lehrer die Aufgabe, diese Anregungen in konkrete methodische Lernschritte umzusetzen, wobei die seelischen und geistigen Bedürfnisse des sich entwickelnden Kindes ausschlaggebend sind. Da der Unterricht die Reifungsschritte der Schüler unterstützen soll, ist ein Wiederholen der Klasse nicht sinnvoll.

1.3.2.       Rhythmische Gestaltung

Rhythmen bestimmen unser Leben, auch wenn wir dies nicht zu jeder Zeit bewusst wahrnehmen: Tag und Nacht, Ebbe und Flut, die Jahreszeiten und auch die Funktionen des menschlichen Körpers wie das Ein- und Ausatmen und das Pulsieren des Herzens.

In der Waldorfpädagogik wird die Bedeutung der Rhythmen aufgegriffen, um den SchülerInnen durch das Pflegen von Gewohnheiten und regelmäßig stattfindenden Dingen im Stunden-, Tages- und Jahresablauf Sicherheit und Verlässlichkeit zu vermitteln. Die Kinder erleben den Rhythmus z.B. in Musik- und Sprachübungen, die gleichzeitig auf eine gesunde Atmung hinwirken. Aber auch die einzelne Unterrichtsstunde besteht aus mehreren Phasen. Darüber hinaus nehmen das Feiern der Jahresfeste und das Begehen der in unserer Kultur verankerten Bräuche einen wichtigen Platz im Schulalltag ein. Dem Tag-Nacht-Rhythmus kommt eine besondere Bedeutung zu: Was morgens im Unterricht gelernt wurde, wird am nächsten Tag wieder aufgegriffen. Das Gelernte wird über Nacht bearbeitet, gefestigt oder verändert.

1.3.3.       Epochenunterricht

Im Epochenunterricht wird über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen täglich in den ersten beiden Unterrichtsstunden dasselbe Fach unterrichtet. Er wird in den Fächern durchgeführt, in denen Sachgebiete in sich geschlossen behandelt werden können, z.B. in den Fächern Deutsch, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften. Somit bleibt den Schülern und dem Lehrer Zeit, sich intensiv mit dem Themengebiet vertraut zu machen und den Unterrichtsstoff durch intensiveres Lernen schneller und zusammenhängender zu erfassen.

1.3.4.       Lehrbücher

Ein Lehrbuch garantiert Systematik, Transparenz und eine von der jeweiligen Lehrer- und Schülerpersönlichkeit unabhängige Aufarbeitung der Lehr- und Lerninhalte. In der Waldorfpädagogik steht die Vermittlung des Stoffes durch die Lehrerpersönlichkeit im Vordergrund. Ziel ist es, die jeweiligen Entwicklungsphasen der Schüler durch die Auswahl der Inhalte zu fördern, dazu ist eine sensible Wahrnehmung der Schüler seitens des Lehrers notwendig. Eine fest gefügte Vorgehensweise durch ein Lehrbuch würde nicht nur die Flexibilität des Lehrers, sondern auch die künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten einengen. Die Schüler an Waldorfschulen schreiben ihre „Lehrbücher“ selbst in Form von Epochenheften, in denen die Inhalte der jeweiligen Epoche festgehalten werden. In den ersten Jahren werden die Texte vom Klassenlehrer vorgegeben. Im Laufe der Jahre lernen die Schüler, selbständig Protokolle anzufertigen, Versuchsanordnungen zu beschreiben, Aufsätze zu schreiben. Die zunächst vom Lehrer angeleitete künstlerische Ausgestaltung wird mit zunehmendem Alter vom Schüler frei ergriffen.

In den oberen Klassen wird erwartet, dass die Schüler über das im Unterricht Bearbeitete hinaus mithilfe von Lehrbüchern oder wissenschaftlichen Werken ihre Epochenhefte ergänzen.

Primärtexte in Form von Lesebüchern, Romanen, Dramen kommen natürlich schon früher zum Einsatz. Im Fremdsprachenunterricht wird in der Regel kein gängiges Lehrbuch verwendet, dafür Lektüren, aber auch Grammatikübungsbücher.

1.3.5.       Fremdsprachen

Englisch und Französisch werden in der Regel schon ab der 1. Klasse unterrichtet. In der Unterstufe liegt der Fokus auf dem mündlichen Spracherwerb, d.h. die Schüler lernen die Sprache durch Gedichte, Spiele und kleine Texte kennen. Das Nachsprechen und Wiederholen der Laute wird als wichtige Grundlage gesehen, eine fremde Sprache von Beginn an zu lernen. Zunächst wird der Wortschatz aus der Lebenswelt der Schüler spielerisch erarbeitet. Die Regelmäßigkeiten der Sprache werden erst ab dem 4. Schuljahr ins Bewusstsein geholt. Hier zeigt sich, dass das Sprachgefühl durch das bereits geschulte Gehör der Schüler dazu führt, dass der Unterrichtsstoff leichter bewältigt werden kann. Auch das Schreiben und Lesen wird erst ab Mitte des 3. Schuljahrs bzw. ab dem 4. Schuljahr geübt.

In der Mittel- und Oberstufe steht neben der Bearbeitung von Lektüren bzw. Romanen, Kurzgeschichten, Dramen oder Zeitungstexten die jeweilige Landeskunde im Mittelpunkt.

1.3.6.      Eurythmie

Die Eurythmie ist eine Bewegungskunst. Als pädagogische Eurythmie ist sie obligatorisches Unterrichtsfach für alle Klassen. Die Eurythmie basiert auf dem Zusammenklang von Körper, Seele und Geist im Menschen. Ihre speziellen Bewegungen haben die Gesetzmäßigkeiten der Sprache und der Musik als Grundlage. Ziel ist es, die einzelnen Seelenqualitäten – das Wollen, Fühlen und Denken – durch das gehörte erlebbar und nach außen sichtbar zu machen. Der Unterricht wird von diplomierten Eurythmielehrern erteilt; in der Regel ist auch ein Musiker anwesend, der die toneurythmischen Bewegungen begleitet. In den Klassen 1 – 4 ist eine, ab Klasse 5 – 12 sind zwei Unterrichtsstunden pro Woche im Lehrplan vorgesehen. An der Aachener Waldorfschule sind derzeit 4 Eurythmielehrer beschäftigt.

1.3.7.       Sport

In der 1. und 2. Klasse findet noch kein Sportunterricht im Sinne von Bewegungsschulung statt. Vielmehr wird den Schülern durch das „Spielturnen“ die Möglichkeit gegeben, ihrer Phantasiewelt durch Spielsituationen soviel Nahrung wie möglich zugeben. Erst ab der 3. Klasse beginnt der eigentlich Sportunterricht mit der spielerischen Arbeit an Geräten und der Bothmer-Gymnastik. Erst jetzt beginnt die Schulung der Bewegungsabläufe. Der Schwimmunterricht beginnt in der 5. Klasse. Ab der 6. Klasse werden neben Turnen und Akrobatik auch „Kleine Spiele“ als Vorbereitung auf die Sportspiele durchgeführt. In der 7. Klasse folgen die großen Sportspiele, nun auch mit ersten Regeln, Techniken und Taktiken, die in den folgenden Klassen weiter geführt werden. Zusätzlich werden alternative Sportarten sowie Leichtathletik eingeführt.

1.3.8.       Naturwissenschaften

In den naturwissenschaftlichen Fächern steht die Beobachtung eines Phänomens im Vordergrund: Die Schüler erleben die Erscheinungen entweder im Experiment oder in der Natur selbst. Die Beobachtung und Interpretation der Schüler ist der erste Ansatz zur Erklärung. In der Oberstufe (ab Klasse 9), wenn die Schüler gelernt haben zu abstrahieren, werden die Inhalte aus der Unter- und Mittelstufe wieder aufgegriffen, um die Naturgesetze zu erschließen. Erst ab der 11. Klasse werden den Schülern Erklärungsmuster zu den erlebten Phänomenen durch Formeln und Modelle erläutert.  Gleichzeitig wird den Schülern die Komplexität und Grenze der wissenschaftlichen Erklärungsmodelle von Naturphänomenen bewusst.

1.3.9.       Handwerklich-künstlerische Fächer

Die handwerklich-künstlerischen Fächer sind fester Bestandteil der gesamten Waldorfschulzeit. Dabei zielen sie nicht nur auf die Entwicklung der Geschicklichkeit ab. Durch das Vollenden einer altersgemäß gestellten Aufgabe wird auch der Wille gekräftigt, da die Schüler erfahren, wie sie mit Durchhaltevermögen zum Ziel kommen können. Außerdem ist die Schulung der Feinmotorik für die Intelligenzentwicklung von entscheidender Bedeutung und somit als Grundlage für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten zu verstehen.

Alle Arbeiten werden koedukativ ausgeführt und dienen nie dem Selbstzweck. Die handwerklich-künstlerischen Fächer sollen vielmehr die Fähigkeiten und Anlagen der Kinder weiterentwickeln und soziales Verständnis für die Arbeit anderer schulen. Dazu ist es notwendig, dass die im Unterricht hergestellten Arbeiten einen praktischen Nutzen im Leben der Schülerhaben.

1.3.10.  Musik

Die musikpädagogische Arbeit in der Oberstufe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Bereichen Rhythmus, Ensemble und Improvisation. Diese drei Elemente treten zyklisch wiederkehrend aber auch ineinandergreifend auf. Während die Arbeit am Rhythmus besonders das soziale Miteinander fordert und fördert, können die Schüler im Ensemble und in der Improvisation ihre individuellen instrumentalen Fähigkeiten einbringen.

Zusätzlich haben die Schüler der Klassenstufen 10 bis 12 Musik als Wahlpflichtfach zu belegen. Hier können sie zwischen den Bereichen Orchester oder Ensemblearbeit wählen.

In der Musik-Epoche in der 11. Klasse erarbeiten die Schüler praktisch und theoretisch den Überblick über die Entwicklung der Musik in Europa vom Mittelalter bis zur Romantik.

1.3.11.  Schauspiel/Theater

Die Theaterarbeit hat an der Waldorfschule einen hohen Stellenwert. Kleine Spiele und Singspiele werden bereits in den Klassen 1 bis 6 eingeübt und aufgeführt. Bei den Spielen in der 8. und 12. Klasse führen die Schüler abendfüllende Stücke auf, bei denen alle Schüler mindestens eine Rolle übernehmen. Die gemeinsame Arbeit beginnt bereits bei der Auswahl der Stücke: Alle Schüler sind an der Auswahl beteiligt und müssen sich untereinander einigen. Darüber hinaus erledigen die Schüler auch organisatorische Dinge. Da die Stücke auch öffentlich aufgeführt werden, müssen z.B. Plakate entworfen und Eintrittskarten verkauft werden.

Optional findet in der Oberstufe zusätzlich ein English Theatre Workshop mit Fachlehrer und Fremdsprachenassistent statt.

1.3.12.  Gartenbau

Der Gartenbauunterricht findet von der 6. bis zur 8. Klasse statt und vermittelt den Jugendlichen die Zusammenhänge der Natur durch die praktische Arbeit im Schulgarten. Alle Arbeiten, die im Jahresverlauf vom Säen bis zur Ernte anfallen werden unter Anleitung des Gartenbaulehrers ausgeführt. Der Unterricht setzt mit beginnender Pubertät ein, wenn der junge Mensch Halt und Orientierungshilfe braucht.

1.3.13.  Religion

Die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach der Herkunft des Menschen als Wesen und wahrnehmbares Individuum sowie die Frage des Daseins nach dem Sterbeprozess gehören zum Horizont menschlicher Geistesarbeit. Dieser Horizont wird in religiösen Gemeinschaften wie auch in der individuellen Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst thematisiert. Daher hat der Religionsunterricht an der Freien Waldorfschule Aachen von der Klasse 1 bis 11 seinen festen Platz. Keine Religionsform wird ausgeschlossen. Wenn eine genügende Anzahl von Schülern in den Jahrgangsstufen vorhanden ist, wird ein entsprechender Religionsunterricht angeboten. Im Moment sind das der Religionsunterricht der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, der Christengemeinschaft und der freichristliche Religionsunterricht. Die Religionslehrer verständigen sich in der Fachkonferenz Religion über die Organisation des Unterrichts in jedem Jahr neu und pflegen ein Miteinander, das geprägt ist von Respekt und Offenheit füreinander.

1.3.14.  Praktika

Innerhalb der vier Oberstufenjahre durchlaufen die Schüler der Waldorfschule vier außerschulische Praktika, die zur lebenspraktischen Orientierung beitragen sollen. Inhaltlich ist das jeweilige Praktikum den Erfordernissen der Altersstufe angepasst, so dass die Praktika die Entwicklung eines jeden Schülers unterstützen. Die Fahrten finden großteils im Klassenverband statt, so dass sie auch immer ein soziales Lernfeld darstellen.

Mit den außerschulischen Praktika sind auch immer finanzielle Zusatzleistungen verbunden, die aber in der Klassengemeinschaft als Ort praktischer Solidarität für alle möglich gemacht werden.

1.3.14.1.       Landwirtschaftspraktikum

Das Landwirtschaftspraktikum in der 9. Klasse dient dazu, den Schüler in der turbulenten Zeit der Pubertät mit handfester und körperlicher Arbeit auf einem Bauernhof zu erden.

1.3.14.2.       Feldmesspraktikum

Während des Feldmesspraktikums in der 10. Klasse wenden die Schüler Mathematik praktisch an. Das Praktikum soll die Schüler in ihrer Entwicklung dabei unterstützen, immer mehr ihren Standpunkt zu finden, sich von dort aus zu orientieren, unterschiedliche Faktoren mit einzubeziehen, um ein Ganzes zu bemessen.

1.3.14.3.       Sozialpraktikum

Das Sozialpraktikum durchlaufen die Schüler in der 11. Klasse. Thema in diesem Alter ist die Individualität eines jeden Schülers. Die Jugendlichen werden durch das Praktikum in verschiedenen Einrichtungen (Pflegeheim, Kindergarten, Krankenhaus, Arbeiterwohlfahrt, etc.) dabei unterstützt, zu lernen, dass sie aus dieser Individualität heraus anderen helfen können und sehen sich dadurch als Teil eines Ganzen.

1.3.14.4.       Kunstgeschichtsfahrt

In der 12. Klasse fahren die Schüler schließlich im Rahmen der Kunstgeschichtsfahrt in die Toskana. Die Schüler haben in diesem Alter bereits eine Idee von sich selbst in der Welt, so dass diese Reise durch den Schwerpunkt auf dem künstlerischen Gestalten die Schüler mehr und mehr dazu befähigen soll, sowohl ihr eigenes Leben zu gestalten, als auch in das Weltgeschehen einzugreifen.

1.3.15.  Stufenkonzepte

1.3.15.1.       Klassenlehrerzeit

Der Klassenlehrer begleitet die Schüler in der Regel von der 1. bis zur 8. Klasse und unterrichtet sie in dieser Zeit jeden Vormittag von 8:00 bis 9:45 Uhr im sogenannten Epochenunterricht. In den unteren Klassen liegen die Schwerpunkte neben dem Erlernen der Kulturtechniken auch auf der Sinnesentwicklung und die Stärkung der Phantasiekräfte. Die Klassenräume sind so eingerichtet, dass auch die Bewegung in die Lernprozesse mit einbezogen werden kann (Konzept des sog. Beweglichen Klassenzimmers in den Klassen 1 bis 3). In der Mittelstufe wird das Interesse und Verständnis für die Phänomene in der Welt, wie z.B. in den Naturwissenschaften, besonders gefördert, um mehr und mehr das eigene, kombinierende Denkvermögen des Schülers zu unterstützen. Diese Unterrichtsinhalte bilden die Grundlage für die Lerninhalte in der Oberstufe. (siehe 1.4.8.)

1.3.15.2.       Oberstufenkonzept

Der Unterricht der Oberstufe schließt -mit der 9. Klasse beginnend- an die achtjährige Klassenlehrerzeit an. Übergeordnete pädagogische Ziele sind in diesen letzten vier Jahren der Waldorfschulzeit die Persönlichkeitsbildung und die Befähigung der Schüler, ihren Platz in der Welt zu finden und frei zu ergreifen. Die Waldorfschulzeit endet mit Klasse 12. Die Abiturvorbereitungs-Klasse 13 ist ein Zusatzangebot und nicht mehr Bestandteil des Waldorf-Lehrplans.

Neben den großen Überblicksepochen bilden die Praktika ein Kernstück der Oberstufe. Im Landwirtschaftspraktikum (Klasse 9), Feldmesspraktikum (Klasse 10), Sozialpraktikum (Klasse 11) und Kunstpraktikum in der Toskana (Klasse 12) werden fachliche und soziale Lernprozesse besonders intensiv vorangetrieben. Dies gilt ebenso für das große Theaterstück in Klasse 12, das die Schüler in großer Selbständigkeit gestalten und zur Bühnenreife bringen.

Im Hinblick auf die Persönlichkeitsbildung und das freie Finden eigener Begabungen, Neigungen und Aufgabenfelder bilden die Abschlussarbeiten (auch: 'Jahresarbeiten') ein Herzstück. Mit einem künstlerisch-praktischen und einem theoretischen Teil ihrer Arbeit treten die Schüler an die Öffentlichkeit der erweiterten Schulgemeinschaft, präsentieren ihre Werkstücke und halten einen Kurzvortrag vor dem vollen Saal der Schule.

Der Lehrplan ist so gefügt, dass er eine besonders große Bandbreite an Fächern anbietet, die es dem einzelnen Schüler erlauben, auf vielfältige Weise sein eigenes Begabungsprofil zu erforschen und zu entwickeln.

1.3.15.3.       Orientierung und Differenzierung in der 12. Klasse

Eine wesentliche Herausforderung für Schule im 21. Jahrhundert ist die Verbindung von schulischer und beruflicher Grundbildung. Dies gilt für den Übergang in eine Berufsausbildung genauso wie für den Übergang in ein Hochschulstudium. An der Freien Waldorfschule Aachen sehen wir selbstverantwortetes und selbstkontrolliertes Lernen als wichtige Bestandteile als Vorbereitung auf das Berufsleben.
Es ist unser Ziel, jedem Schüler eine individuelle Bildung und Förderung zu ermöglichen, die sich nicht an Abschlüssen orientiert, sondern an dem, was der Schüler individuell anstrebt. Vor diesem Hintergrund werden die Schüler in der 12. Klasse in unterschiedlichen organisatorischen Rahmen auf die  Berufsausbildung bzw. die Prüfungen des Zentralabiturs vorbereitet und ihren Zukunftswünschen entsprechend unterrichtet.

1.3.16.  Öffentliche Schulfeiern

Mindestens zweimal im Jahr trifft sich die Schulgemeinschaft zu einer Feier im Saal. Die Klassen zeigen einander in kleinen Beiträgen, woran sie gerade im Unterricht arbeiten. Es wird gesungen, rezitiert, musiziert, getanzt, usw. Diese gegenseitige Wahrnehmung wird von den Schüler/Innen positiv aufgenommen. Die Schüler lernen so von Anfang an, vor einem Publikum zu agieren. Dieser Aspekt spielt in der Schulzeit immer wieder eine Rolle, so zum Beispiel bei der öffentlichen Vorstellung der Abschlussarbeiten in der 12. Klasse. Es gibt jeweils zwei interne Feiern für die Klassen und eine öffentliche Aufführung für die Eltern und Freunde.

1.3.17.  Abschlussarbeiten

Am Anfang der 12. Klasse, genauer nach den Herbstferien, stellen die Schüler ihre Abschlussarbeiten vor. Die Arbeit an dem eigenen Projekt beginnt mit der Themenwahl, die durch den Betreuungslehrer unterstützt und ggf. fokussiert werden kann, meist schon ein Jahr zuvor. Inhaltliche Planung, zeitliche Umsetzung und darstellungsgerechte Ausgestaltung für den Vortag vor der Schulgemeinschaft prüfen den Schüler, und zwar aus der Sache heraus. Dabei wird neben dem theoretischen ein praktischer Teil erarbeitet, dessen Erstellung oft sehr aufwändig ist. Den Abschluss im eigentlichen Sinne bilden ein Vortrag und die Ausstellung der Arbeiten.

1.3.18.  Klassenfahrten

Klassenfahrten finden regelmäßig in der 8. Klasse statt. Optional kann es eine weitere Fahrt in der 5. oder 6. Klasse, sowie eine Fahrt in der Oberstufe nach Paris geben. Unter 1.4.15. werden Fahrten in der Oberstufe, die ein Praktikum beinhalten, beschrieben.

1.4.                    Förderangebote

Um die individuelle Entwicklung der Schüler möglichst umfassend zu gewährleisten werden an unserer Schule Heileurythmie und Musiktherapie angeboten.

1.4.1.       Heileurythmie

Die Heileurythmie als eine spezielle Bewegungstherapie hat Rudolf Steiner 1921 im Rahmen eines Ärztekurses begründet. Sie basiert auf der Kunst-Eurythmie, die Sprache und Musik durch entsprechende Gesten sichtbar macht. Jede Geste eines Lautes, eines Konsonanten oder Vokals hat ihren bestimmten physiologischen Angriffspunkt und ihre ganz differenzierte Wirkung auf den menschlichen Organismus. Die Heileurythmie ist eine Hilfe für die Klassen- und Fachlehrer an vielen Waldorfschulen. Sie kann helfen bei Lese- und Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie, Konzentrationsstörungen, sogenannten Schulbauch- und -kopfschmerzen, Haltungsanomalien, Schlafstörungen, Ängsten, Neurodermitis, Allergien, Asthma und Augensehschwächen. Durchgeführt wird die Heileurythmie in Einzeltherapie über ein Quartal 2 x wöchentlich ca. 20 Minuten während der Unterrichtszeit. Sie findet in Absprache bzw. mit Zustimmung der Eltern und des Arztes statt.

1.4.2.       Musiktherapie

Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit, ähnlich wie bei der Heileurythmie, zur Epochenunterrichtszeit mit Kindern individuell therapeutisch im Bereich der Musik zu arbeiten. Die anthroposophische Musiktherapie setzt Instrumente und Klänge ganz gezielt ein, um dem Menschen einen Weg zu eröffnen, der ihm von Natur aus versperrt bliebe. So arbeitet eine Musiklehrerin und -therapeutin einmal wöchentlich mit dem betreffenden Kind mit zwei bis drei Instrumenten und meist auch mit der Stimme, da diese den direktesten Zugang zur Seele gewährt. Eine Einheit Musiktherapie zieht sich über mehrere Wochen hin und wird in der Regel von den Kindern sehr freudig aufgegriffen.

1.5.                     Abschlüsse und Bewertungssysteme

Die Waldorfschulen verzichten auf das übliche Zensurensystem. Die Grundlage für eine optimale kognitive und seelische Entwicklung der Schüler bildet die Klassengemeinschaft, d.h. eine vertraute Umgebung und die intensive Beziehung zu den Klassenkameraden und dem Klassenlehrer. Wie im Folgenden beschrieben, passt Sitzenbleiben nicht in dieses Konzept.

1.5.1.       Zeugnisse

Die Zeugnisse bestehen bis einschließlich der 8. Klasse aus detaillierten Charakterisierungen, welche die Leistung, den Leistungsfortschritt, die Begabungslage, die Schwächen und das Bemühen in den einzelnen Fächern beschreibt. Diese ausführlichen und aussagekräftigen Schülerbewertungen werden einmal jährlich durch den Klassenlehrer und von allen Fachlehrern für jedes Unterrichtsfach erstellt. In der Oberstufe (ab Klasse 9) werden dann Beurteilungen zu Leistungsstand, Fähigkeiten und Schwächen in jedem Fach vorgenommen. Bei jedem an unserer Schule erworbenen Abschluss wird neben der detaillierten Beurteilung auch ein Abschlusszeugnis nach dem herkömmlichen Notensystem erteilt. Auf Wunsch werden Notenzeugnisse auch ab der 11. Klasse erstellt.

1.5.2.       Bewertungen

Auch wenn Waldorfschulen in der Unter- und Mittelstufe auf Noten verzichten, korrigieren die Lehrer selbstverständlich alle Schülerarbeiten, indem sie individuelle Beurteilungen formulieren. In den Zeugnissen gehen die Lehrer ausführlich auf die Persönlichkeitsentwicklungen und auf die Lernfortschritte ihrer Schüler ein.

Die Waldorfpädagogik richtet sich nach den Entwicklungsphasen der Kinder und der Jugendlichen. Deshalb ist nicht in erster Linie der Wissenstand, sondern die Gesamtentwicklung entscheidend. Von der ersten bis zur zwölften Klasse bleiben die Schüler nach Möglichkeit selbst dann in einer festen Klassengemeinschaft, wenn ihre Leistungen nachlassen.

1.5.3.       Abschlüsse

Die Vergabe der Schulabschlüsse ist durch gesetzliche Vorgaben geregelt. So können Schüler unserer Schule nach dem 10. Schuljahr den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und nach dem 11. Schuljahr den Sekundarabschluss I- Hauptschulabschluss nach Klasse 10  oder  der Sekundarabschluss I – Fachoberschulreife mit und ohne Qualifikation erworben werden. Darüber hinaus haben die Schüler die Möglichkeit, in der Abiturvorbereitungsklasse (13. Klasse) auf die staatlich anerkannte Abiturprüfung vorbereitet zu werden. Entsprechend der Prüfungsverordnung für Schüler an Waldorfschulen wird dann an unserer Schule unter Beteiligung staatlicher Prüfer das Abitur abgelegt.

1.6.                     Besondere pädagogische Angebote

1.6.1.      Mentoring und Beratung für Schüler

Beratungsgespräche finden regelmäßig ab der 8. Klasse statt. Besonders wichtig sind die Gespräche mit jedem Einzelnen in der 11.Klasse finden in der Regel Gespräche mit jedem einzelnen Schüler statt, in welchen mit dem Klassenbetreuer und Fachlehrern über den jeweiligen Lernstand, die Arbeitshaltung und die Zukunftspläne bzgl. der Schullaufbahn gesprochen wird.

1.6.2.      Elternabende

Diese Abende haben das Ziel, den Eltern pädagogische Konzepte und ihre konkrete Umsetzung in den Klassen ihrer Kinder vorzustellen. Darüber hinaus gibt es grundsätzlichen Raum für klassenbezogene pädagogische Probleme.

1.6.3.      Schulfeiern

Die regelmäßig stattfindenden Schulfeiern geben durch kleine Vorführungen

der Schüler aus den einzelnen Klassen einen praktischen Einblick in pädagogische Arbeit.

1.6.4.       Projektwoche

Einmal jährlich findet eine Projektwoche statt, in der Kurse aus dem handwerklichen, künstlerischen, naturwissenschaftlichen und sportlichen Bereich angeboten werden. Am Ende einer jeden Projektwoche werden die Ergebnisse bei einer gemeinsamen Feier gezeigt.

1.6.5.      Pädagogisches Wochenende

Einmal im Jahr haben die Eltern und weitere Interessierte die Möglichkeit, an einem Wochenende unser pädagogisches Konzept aus unterschiedlicher Sicht zu erleben. Thematische Gesprächsgruppen und künstlerisch-praktische Kurse ermöglichen einen intensiven Einblick in die Arbeit an der Schule.

1.7.                    Betreuungsangebot

1.7.1.       Vor Schulbeginn

Während der Klassenlehrerzeit von der 1. bis zur 8. Klassen werden die Schüler im Klassenraum von 7:30 Uhr bis zum Unterrichtsbeginn um 8:00 Uhr betreut.

1.7.2.       Warteklasse

Für diejenigen Kinder der Klassen 1 – 4, die nach dem Unterricht auf den Schulbus warten müssen, ist die sogenannte Warteklasse eingerichtet. Unter Anleitung einer pädagogischen Fachkraft werden bis 13:30 Uhr Bastelarbeiten durchgeführt, die Kinder im Freispiel betreut oder es wird mit den Kindern gemeinsam gekocht oder gebacken.

1.7.3.       Nachmittagsbetreuung

Über die Warteklassenzeit hinaus können Kinder bis zur 6. Klasse bis 16:30 Uhr betreut werden.

1.8.                     Aufnahmen

Nach dem Besuch des Pädagogischen Wochenendes und der Anmeldung des Kindes an der Waldorfschule werden die Eltern mit ihrem Kind zur pädagogischen Aufnahme eingeladen, die jeweils zu Jahresanfang (Januar/Februar) in der sogenannten Aufnahmewoche stattfindet. Das Aufnahmeverfahren setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

Ärztliche Untersuchung

Zum Aufnahmegremium gehört ein Arzt, der jedes Kind einzeln kennen lernt und  untersucht. Diese ärztliche Untersuchung entbindet jedoch nicht von der Vorstellung des Kindes beim Amtsarzt, die im zuständigen Gesundheitsamt erfolgen muss.

Einzelgespräch

Im Vorfeld der Aufnahmewoche haben die Eltern der Kinder einen ausführlichen Aufnahmebogen ausgefüllt, der im Einzelgespräch mit einem Mitglied des Aufnahmeteams angeschaut und besprochen wird.

Kleingruppenspiel

Schließlich erfolgt die eigentliche pädagogische Aufnahme in einer Kleingruppe von 6 Kindern,die in einen spielerischen Unterricht eingebunden werden, in dem die Kinder z.B. hüpfen, Ball spielen, balancieren und malen. Hier gilt das Augenmerk des Aufnahmeteams dem physischen, motorischen und seelischen Entwicklungsstand des Kindes und seinem Verhalten innerhalb der Gruppe, um die Frage nach der Schulreife beurteilen zu können. Bei der Zusammenstellung der Klasse wird das Team versuchen, eine in jeder Hinsicht ausgewogene Klassengemeinschaft zusammenzustellen.

Aufnahmegremium

Das etwa vierköpfige Aufnahmegremium setzt sich zusammen aus erfahrenen Pädagogen, Heileurythmisten und einem Arzt mit schulärztlichem Erfahrungshintergrund.

2.    Organisationsentwicklung

2.1.                     Organigramm

2.1.1.      Selbstverwaltung

Die Freie Waldorfschule Aachen ist eine selbstverwaltete Schule. D.h., sie erfüllt Gemeinschaftsaufgaben auf der Grundlage der Bemächtigung durch die Bezirksregierung. Die Aufgaben werden eigenverantwortlich erfüllt und unterliegen der Aufsicht durch die Bezirksregierung. Die Selbstverwaltung setzt sich wie folgt zusammen:

2.1.1.1. Schulleitung

2.1.1.1.1.      Vorstand

Träger der Schule ist der Verein Freie Waldorfschule Aachen e.V. Er wurde 1985 gegründet. Bei der Freien Waldorfschule Aachen handelt es sich um eine staatlich anerkannte Ersatzschule. Der Trägerverein hat in diesem Rahmen alle für den Betrieb der Schule notwendigen Rechte und Pflichten durch die Bezirksregierung zugewiesen bekommen. Der Trägerverein ist Arbeitgeber aller an der Schule beschäftigten Mitarbeiter. Die Eltern schließen mit dem Trägerverein den Schulvertrag ab. Organe des Vereins sind Vorstand und Mitgliederversammlung. Der Vorstand des Trägervereins setzt sich aus Mitgliedern des Lehrerkollegiums und der Elternschaft zusammen.

Der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik wurde bereits 1973 gegründet. Während der Hauptzweck des Trägervereins darin besteht, alle in einer Schule anfallenden Aufgaben auszuführen, also das „Tun“ zu gewährleisten, ist der Zweck des Fördervereins abstrakter. Der Zweck des Fördervereins besteht darin, zu gewährleisten, dass die Mitarbeiter des Trägervereins ihre Aufgaben ausführen können, z.B. durch die Beschaffung von Spendengeldern, den Kontakt zu lokalen Entscheidungsträgern usw. Auch der Vorstand des Fördervereins setzt sich aus Mitgliedern des Lehrerkollegiums und der Elternschaft zusammen.

2.1.1.1.2.      Schulleitungskonferenz

In der Schulleitungskonferenz werden wöchentlich Themen besprochen und Entscheidungen getroffen, die sowohl den Schulalltag als auch die strategische Planung betreffen können. Mitglied der Schulleitungskonferenz können alle Mitarbeiter werden, die länger als ein Jahr an der Schule beschäftigt sind. Innerhalb der Schulleitungskonferenz beschäftigen sich die Mitglieder in Kleingruppen mit den Themen Pädagogik, Personal und Prozessbegleitung. Die jeweiligen Leiter dieser Kleingruppen bilden zusammen mit der Geschäftsführung den Schulleitungsrat:

2.1.1.1.3.      Schulleitungsrat

Der Schulleitungsrat ist ein Organ der Schulleitungskonferenz und besteht aus den Leitern der Kreise Personal, Pädagogik und Prozessbegleitung sowie der für die Finanzen zuständigen Geschäftsführerin. Der Schulleitungsrat formuliert Aufgaben aus den einzelnen Bereichen des Schullebens, vergibt diese und begleitet die Prozesse. Darüber hinaus hat er die Befugnis durch die Schulleitungskonferenz, auf Situationen, die akuten Handlungsbedarf fordern, zu reagieren und Entscheidungen zu treffen.

2.1.1.1.4.      Geschäftsführung

Die Geschäftsführung ist den Vorständen unterstellt und für die betriebswirtschaftlichen Belange der Schule zuständig. Dazu gehören die Bereiche Finanzmanagement (inkl. Buchhaltung), Rechts- und Versicherungswesen, Personalmanagement (inkl. Lohnbuchhaltung), Öffentlichkeitsarbeit und strategisches Management in Zusammenarbeit mit den Leitungsgremien der Schule.

2.1.1.2.Konferenzen

Das Kind steht im Mittelpunkt aller Aufgaben des Schulalltags. In den i.d.R. einmal wöchentlich stattfindenden Konferenzen werden Themen die Pädagogik und den Schulalltag betreffend besprochen. Das Herzstück der gemeinsamen pädagogischen Arbeit ist die Pädagogische Konferenz:

2.1.1.2.1.      Pädagogische Konferenz

An der Pädagogischen Konferenz nehmen alle Lehrer verpflichtend teil. In der Konferenz werden die Texte Rudolf Steiners zur Waldorfpädagogik erörtert, Kinder besprochen sowie pädagogische Fragestellungen bearbeitet.

2.1.1.2.2.      Allgemeine Konferenz

Die Allgemeine Konferenz dient der Kommunikation von organisatorischen Angelegenheiten. Hier werden Informationen weitergegeben, wie z.B. Termine zu Veranstaltungen. Auf wiederkehrende und einmalige Veranstaltungen, wie z.B. Elternabende und Schulfeiern wird zurück geblickt. An der Konferenz nehmen alle Lehrer und die Mitarbeiter der Verwaltung teil.

2.1.1.2.3.      Fachkonferenzen

Um pädagogische Themen der einzelnen Fachbereiche zu bearbeiten, finden zusätzlich in regelmäßigen Abständen Konferenzen der Klassenlehrer, der Fremdsprachenlehrer, der Oberstufenlehrer und der Eurythmielehrer statt.

2.1.1.3. Sekretariat

Das Sekretariat ist die Koordinationszentrale der Schule. Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft kann sich mit Fragen rund um den Schulalltag im Schulbüro melden. Die Mitarbeiterin des Sekretariats ist zuständig für Informationen bezüglich der Aufnahmemöglichkeiten sowohl für Erstklässler als auch für Quereinsteiger, sie fertigt Schulbescheinigungen an, wickelt Unfallmeldungen ab, nimmt Fundsachen entgegen und erstellt die Ranzenpost.

2.1.1.4. Hausmeisterei

Hauptaufgabe der Hausmeisterei ist es, die Betriebsbereitschaft und Wartung der haustechnischen Anlagen und den sicheren und ordnungsgemäßen Zustand der Gebäude zu gewährleisten um einen reibungslosen Schulbetrieb sicherzustellen. Der Hausmeister koordiniert alle Aktivitäten von engagierten Mitgliedern der Schulgemeinschaft, veranlasst und überwacht Arbeiten von Fremdfirmen und arbeitet im Baukreis mit.

2.1.1.5. Finanzierung

Da die Freie Waldorfschule Aachen eine Schule in freier Trägerschaft und staatlich anerkannt ist, unterliegt sie der Aufsicht der Bezirksregierung. Die Kosten werden zu 87% von der Bezirksregierung refinanziert. Die verbleibenden 13% muss der Schulträger z.B. durch Beteiligung der Eltern an den Schulbetriebskosten selbst aufbringen.

2.2.                     Organisationsentwicklung/Strategisches Management

2.2.1.      Entscheidungsprozesse

Die Freie Waldorfschule Aachen ist eine selbstverwaltete Schule, an deren Entscheidungsprozessen sich grundsätzlich jedes Mitglied der Schulgemeinschaft beteiligen kann. Einen Direktor, wie an Staatsschulen, gibt es nicht. Entscheidungsprozesse werden mithilfe des Eignerprinzips strukturiert:

2.2.2.      Eignerprinzip

Sind durch den Schulleitungsrat oder die Schulleitungskonferenz Themen deutlich geworden, die der Bearbeitung bedürfen, so wird ein sogenannter „Eigner“ gesucht, der sich des Themas verantwortlich annimmt. Der Eigner lässt sich im Rahmen des Prozesses von einem oder mehreren geeigneten Gremien beraten und stellt sein Arbeitsergebnis im zuständigen Gremium vor, nachdem er eine Entscheidung über die Vorgehensweise getroffen hat. Nach der Tragflächenprobe in diesem Gremium, geht der Prozess in die Handlungsphase. Verantwortlich und entscheidungsbefugt bleibt bis zum Prozessabschluss der Eigner.

2.3.                     Öffentlichkeitsarbeit

Das Bekanntmachen unserer Schule nach außen ist die Grundlage für die Beziehungspflege zu Behörden, Vertretern der Wirtschaft und den Bürgern in der Region Aachen. Öffentlichkeitsarbeit hat zum Ziel, von o.g. Personengruppen wahrgenommen zu werden. Die Wahrnehmung unserer Schule ist nicht nur die Basis zur Gewinnung neuer Schüler, sondern auch wesentlich für die Mitwirkung unserer Schule bei schulpolitischen Fragestellungen in unserer Stadt.

2.3.1.      Interne Kommunikation

Grundlage für eine klare Darstellung nach außen ist die funktionierende Kommunikation nach innen.

2.3.1.1. Kollegium

Innerhalb des Kollegiums werden Informationen hauptsächlich in der Pädagogischen und in der Allgemeinen Konferenz weitergegeben. An beiden Konferenzen nehmen alle Kollegen und die Verwaltung teil. Informationen, die aus einer akuten Situation heraus weitergegeben werden müssen, werden schriftlich über die persönlichen Informationsfächer an die Kollegen weitergegeben.

2.3.1.2. Vorstand

Die Kommunikation zwischen dem Vorstand und der Schulleitungskonferenz wird durch einen Lehrerkollegen, der Mitglied in beiden Gremien ist, gewährleistet. Informationen, die für das gesamte Kollegium wichtig sind, werden in der Allgemeinen Konferenz berichtet.

2.3.1.3. Eltern

Werden Eltern in Entscheidungsprozesse miteinbezogen, geschieht dies über die Mitglieder des Elternrates, die die Fragestellung oder Informationen ggf. in ihre Klassen tragen. Zur reinen Informationsweitergabe dienen auch die Elternabende.

2.3.1.4. Ranzenpost

Termine, Veranstaltungen und auch wichtige Mitteilungen über schulinterne Prozesse, werden in der Ranzenpost veröffentlicht. Die Ranzenpost erscheint jeden Mittwoch und wird per Mail an alle Elternhäuser und das Kollegium versendet.

2.3.2.      Öffentlichkeitsarbeit

2.3.2.1. Veranstaltungen

Die wirkungsvollste Möglichkeit, die Schule nach außen zu präsentieren, ist, die Bürger der Stadt zu den zahlreichen Veranstaltungen und künstlerischen Darbietungen einzuladen:

2.3.2.1.1.      Basar

Jedes Jahr, am 1. Samstag nach St. Martin veranstalten die Eltern der Freien Waldorfschule, der Parzivalschule und des Waldorfkindergartens einen großen Basar auf dem Gelände der beiden Schulen. Die Klassenräume verwandeln sich in vielerlei phantasievoll geschmückte Spiel- und Bastelstätten, Verkaufsstände, Puppenspieltheater und Cafés.

2.3.2.1.2.      Öffentliche Schulfeier

Mindestens zweimal im Jahr finden Schulfeiern statt. Hier zeigen die Schüler aller Klassenstufen durch kleine Klassenspiele und anderen, meist künstlerischen Darbietungen, was sie im Unterricht erarbeitet haben.

2.3.2.1.3.      Pädagogisches Wochenende

Das Pädagogische Wochenende findet jedes Jahr i.d.R. im Oktober statt. Den Auftakt bilden am Freitagabend ein Vortrag zum jeweiligen Rahmenthema und anschließend ein Rundgang über das Schulgelände. Hierbei erläutern verschiedene Fachlehrer ihren Unterricht und stehen für Fragen zur Verfügung. Samstag und Sonntag lernt man in praktischen Kursen und Gesprächskreisen die Grundelemente der Waldorfpädagogik kennen. Dabei gibt es genügend Zeit für Austausch. Alle Fragen werden gerne beantwortet.

2.3.2.1.4.      Klassenspiele der 8. und 12. Klasse

Traditionell finden in der 8. und 12. Klasse Bühnenepochen statt, in denen die Schüler im Rahmen des Unterrichts ein Theaterstück einüben.

2.3.2.1.5.      Abschlussarbeiten

In der 12. Klasse stellen die Schüler ihre Abschlussarbeiten vor. Die Schüler wählen ihre Themen selbst und werden von einem ebenfalls selbst gewählten Lehrer beraten. Ergebnis der Arbeit ist eine praktische Arbeit, die theoretische Ausarbeitung und die Präsentation des Themas vor der Schulgemeinschaft. (siehe 1.4.18)

2.3.2.1.6.      Schülerzeitung

2.3.2.2. Weitere Maßnahmen

2.3.2.2.1.      Corporate Design

Die Freie Waldorfschule Aachen gibt sich ein Corporate Design, das alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit wie das Erscheinungsbild der Homepage, Briefköpfe, Informationsbroschüren etc. optisch miteinander verbindet, um einen möglichst hohen Wiedererkennungseffekt zu gewährleisten.

2.3.2.2.2.      Internetauftritt

Die Internetpräsenz bildet die Basis der Öffentlichkeitsarbeit als erste Informationsquelle für Interessierte. Deshalb gibt die Seite der Freien Waldorfschule Aachen so aktuell wie möglich die Grundzüge der Schule und des Unterrichts und die aktuellen Veranstaltungen wieder.

2.3.2.2.3.      Pressematerialien

Auch wenn die Homepage mittlerweile die erste Kommunikationsquelle ist, kommen nach wie vor Flyer mit grundlegenden Informationen zu unserer Schule zum Einsatz. Zu konkreten Veranstaltungen finden über die Werbung über E-Mail hinaus auch klassische Instrumente, wie Plakate und Karten Verwendung.

2.3.2.2.4.      Pressekontakt

Die Freie Waldorfschule Aachen pflegt regelmäßigen Kontakt zu den regionalen Zeitungen. Veranstaltungen, aber auch Artikel zu Neuerungen im Schulleben werden regelmäßig veröffentlicht.

2.3.2.2.5.      Partnerschaften mit anderen Schulen und Einrichtungen

Die Parzival-Schule unterrichtet Kinder mit Behinderung nach den Grundlagen der Waldorfpädagogik und befindet sich auf dem gleichen Gelände wie die Freie Waldorfschule Aachen. Zwischen den beiden Schulen besteht eine enge Verbindung, auch wenn sie wirtschaftlich getrennt von einander existieren. Veranstaltungen werden gemeinsam organisiert und Räumlichkeiten gemeinsam genutzt.

2.3.2.2.6.      Fundraising

Auf Grundlage der größeren Präsenz der Freien Waldorfschule Aachen in der Öffentlichkeit, soll dauerhaft ein Fundraising-Programm aufgestellt werden, dass der Schule hinsichtlich der finanziellen Planung mehr Sicherheit gibt. Schulen in freier Trägerschaft werden nicht, wie Staatsschulen zu 100 % von den Bezirksregierungen refinanziert, sondern müssen einen Teil der Kosten selbst finanzieren (s. Kapitel 1.1.7.).

2.4.                     Anschluss an Dachorganisationen

Die Freie Waldorfschule Aachen ist auf Bundesebene Mitglied im Bund der Freien Waldorfschule und auf Landesebene in der Arbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Nordrhein-Westfalen. Durch die Mitgliedschaft in den genannten Organisationen verpflichtet sich die Freie Waldorfschule Aachen, die Schule nach den Richtlinien für Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen zu führen (siehe Leitbild), an Mitgliederversammlungen teilzunehmen und im solidarischen Verhältnis zu den anderen Schulen landes- und bundesweit zu stehen.

3.    Mitwirkung von Eltern und Schülern

3.1.                     Schülervertretung

Die Schülervertretung besteht aus den Klassensprechern und deren Vertretern der Klassen 9 bis 12. Die Schülervertretung wählt einen Schülersprecher aus ihrem Kreis. Ein Mitglied kann an der Allgemeinen Konferenz teilnehmen. Die Schülervertretung wird von einem Verbindungslehrer unterstützt und beraten.

3.2.                     Gremienarbeit

3.2.1.      Vorstand

Die Vorstände der beiden Vereine setzen sich aus Vertretern der Elternschaft und des Lehrerkollegiums zusammen. Beide Vereine sind ihrer Funktion nach Entscheidungsgremien. Wichtige Beschlüsse werden hier beraten und beschlossen. Die Entscheidungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitungskonferenz gefällt. Die beiden Vorstände treffen sich jeweils einmal im Monat sowie ebenfalls einmal im Monat zu einer gemeinsamen Sitzung. (siehe 2.1.1.1.1.)

3.2.2.      Elternrat

Der Elternrat besteht aus je einem Vertreter einer jeden Klasse. Der Elternrat trifft sich zweimal im Monat. Zwei Vertreter aus diesem Gremium nehmen an den gemeinsamen Sitzungen von Träger- und Förderverein teil, um so den Informationstransfer zwischen den beiden Gremien zu gewährleisten. Außerdem nimmt ein abgeordneter Lehrer an den Sitzungen des Elternrates teil. Der Elternrat hat die Aufgabe, Informationen an die Klassen weiterzugeben, die Interessen der Eltern zu vertreten, Ideenimpulse an die Gremien weiterzugeben und selbstbestimmte oder ihm übertragene Projekte umzusetzen.

3.2.3.      Baukreis

Der Baukreis besteht aus dem Hausmeister sowie Vertretern der Lehrer- und der Elternschaft, wovon mindestens ein Mitglied des Baukreises im Vorstand des Fördervereins ist. Hier werden alle Fragen bezüglich des Gebäudes und Schulgeländes besprochen. Instandhaltungsarbeiten werden hier geplant und Aufträge nach Rücksprache mit dem Vorstand vergeben. Insofern Projekte von Mitgliedern der Schulgemeinschaft umgesetzt werden, werden sie von Mitgliedern des Baukreises begleitet.

3.2.4.      Basarkreis

Der Martinsbasar wird eigenständig von Vertretern aus der Elternschaft geplant und durchgeführt. Der Basarkreis trifft sich einmal im Monat, in den Monaten vor dem Basar auch in kürzeren Abständen. Er ist für den reibungslosen Ablauf des Basars verantwortlich. Die Basarkreistreffen werden von einem Vertreter aus der Lehrerschaft begleitet.

3.2.5.      Finanzkreis

Der Finanzkreis besteht aus Eltern und einem Mitglied der Geschäftsführung. Die Elternvertreter des Kreises führen mit jedem neuen Elternpaar Gespräche über die Höhe der Schulbetriebskosten sowie der Darlehen, die von den jeweiligen Eltern geleistet werden können. Weitere Gespräche finden regelmäßig in den Klassen 5 und 9 statt. Hier wird die aktuelle finanzielle Situation noch einmal besprochen; die Beiträge werden ggf. angepasst. In der Zwischenzeit stehen die Mitglieder des Finanzkreises jederzeit für Gespräche zur Verfügung, falls eine Veränderung der Schulbetriebskosten gewünscht wird.

3.2.6.      PR-Kreis

Der PR-Kreis ist für die Öffentlichkeitsarbeit der Schule verantwortlich und besteht aus einem Teil der Geschäftsführung, Lehrern und Eltern. Hier werden Projekte entwickelt, die die Bekanntheit der Freien Waldorfschule Aachen in der Region steigern und die Inhalte der Arbeit der Schule und der Waldorfpädagogik transparent machen. Ein Unterthema der Öffentlichkeitsarbeit ist das Fundraising, das ebenfalls von diesem Kreis entwickelt wird.

4.    Konfliktmanagement

Konflikte können auf verschiedenen Ebenen im Schulalltag entstehen. Gerade an einer selbstverwalteten Schule ist es wichtig, Ansprechpartner für die unterschiedlichen Themenbereiche zu benennen. Dabei ist zu beachten, dass es an der Freien Waldorfschule Aachen Gremien gibt, die eigens zur Konfliktlösung eingerichtet wurden und solche, deren Aufgabenbereich die Konfliktbehandlung einschließt. Um ein effizientes Konfliktmanagement zu gewährleisten, müssen alle im Folgenden aufgeführten Gremien und Arbeitsgruppen sich miteinander vernetzen.

4.1.                     Gremien mit Entscheidungsbefugnis

4.1.1.      Schulleitungsrat

Der Schulleitungsrat ist die erste Anlaufstelle für alle akuten Probleme das Schulleben und die Pädagogik betreffend. Je nach Konfliktlage werden direkt im Schulleitungsrat Lösungen herbeigeführt. Bei schwerwiegenderen Problemen bringt der Schulleitungsrat die Sachlage in die Schulleitungskonferenz ein. Nach eingehender Beratung wird hier ein Beschluss zur weiteren Vorgehensweise herbeigeführt.

4.1.2.      Vorstand

Bei allen Problemen, die beispielsweise die Finanzen oder die Sicherheit des Schulgeländes betreffen, kann der Vorstand zu Rate gezogen werden. Lösungen werden hier ggf. in Zusammenarbeit mit der Schulleitungskonferenz herbeigeführt.

4.2.                     Gremien mit dem Auftrag der Konfliktlösung

4.2.1.      Vertrauenskreis

Der Vertrauenskreis besteht aus Mitgliedern der Elternschaft und des Lehrerkollegiums. Seine Aufgabe ist die Förderung einer dialogischen Kultur mit dem Ziel, Transparenz und Verständnis für einander wachsen zu lassen. Der Vertrauenskreis steht somit jedem Mitglied der Schulgemeinschaft offen. Konflikte werden hier in Verschwiegenheit angehört, Begegnungen zwischen Konfliktparteien vorbereitet und begleitet. Der Vertrauenskreis kann außerdem selbständig tätig werden, wenn er einen Konflikt wahrnimmt.

4.3.                     Weitere Maßnahmen

4.3.1.      Elterngespräche

Bei allen Problemen einen einzelnen Schüler betreffend, werden abhängig vom Alter des Schülers zunächst Gespräche mit dem Schüler selbst oder/und mit den Eltern geführt. Lassen sich die Konflikte in diesem Rahmen nicht lösen, wird der Schulleitungsrat angerufen, der die Situation ggf. in die Schulleitungskonferenz einbringt, um einen Lösungsbeschluss herbeizuführen.

4.3.2.      Elternabende

Elternabende finden in der Regel sechsmal pro Schuljahr in jeder Klasse statt. Alle für Eltern und Schüler wichtigen Informationen werden hier entweder von Lehrerseite oder aus dem Elternrat weitergegeben. Hier besteht auch Raum für Diskussion. Konflikte den Klassenverband oder das Schulleben betreffend können hier besprochen werden. Wenn sich der Konflikt nicht in diesem Rahmen klären lässt, vermittelt der Klassenlehrer bzw. -betreuer an das entsprechende Gremium weiter.

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