Formenzeichnen

Mit dem Formenzeichnen hat Rudolf Steiner wie mit der Eurythmie ein ganz neues Unterrichtsfach für die Waldorfschule entwickelt. Der Charakter als eigenständiges Fach tritt besonders in den Klassen 1-4 hervor. Hier wird das Formenzeichnen in Epochen unterrichtet. Worum geht es beim Formenzeichnen? Es ist bei diesem Zeichnen nicht gemeint, dass  ich Gegenstände in ihren Umrissen darstelle. Mit dem Formen zeichnen soll die Spur der Bewegung aufgefasst und ernst genommen werden.

In den ersten sieben Lebensjahren bildet das Kind unbewusst in seinen Linienzeichnungen seine leiblichen und seelisch-geistigen Entwicklungsschritte ab und nach. Hier finden sich schon die Urelemente des Formenzeichnens. Ist das Kind dann schulreif, so werden diese Urelemente bewusst an das Kind herangebracht. Mit dem Zeichnen der Geraden und der Gebogenen als den Urgestalten aller Formen beginnt das Formenzeichnen in der ersten Klasse. Das innere Erleben und Erfassen der Formen in ihrer Reinheit, losgelöst vom konkreten Gegenstand schafft dem Kind ein Fundament, so dass es ihm möglich wird, die gegenständliche Welt richtig erfassen und einordnen zu können.

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